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Austronauten - Interview - Willi Hubatschek


Hallo Willi, stell dich doch bitte kurz vor, für alle die dich nicht kennen.

Hallo, ich bin Willi. Komme aus Wien, studiere hier auch Publizistik. Und fahre seit 11 Jahren Scooter. 

Und was du nicht erwähnt hast, du bist der Gründer dieses Scooterblogs, der Gründer von Austronauten.

Ja das hab ich vergessen haha. Nein, also ich mach kein Geheimnis daraus, dass ich der Typ hinter Austronauten bin, aber ich stell mich auch ungern in den Vordergrund, schließlich geht es bei der Seite nicht um mich sondern um die Scooter-Szene.  Aber zum 4 jährigen Jubiläum habe ich gedacht, vielleicht interessiert die Leute ein Interview über Austronauten und mich.
(Photo by Juraj Klas)

Woher hattest du die Idee für einen Scooterblog?

Als ich zum Scooten begonnen habe, war der Blog InsideScooters sehr populär. Ich hab die Seite gefühlt täglich besucht und gehofft, dass sie neue Videos geteilt haben. Das war so die Zeit um 2012. Einige Jahre später war der Blog allerdings inaktiv, auch andere Seiten und FB-Gruppen waren so gut wie tot. Es gab also quasi keine Scooter-Medien und auch keinen richtigen Ort für die (deutschsprachige) Szene zu connecten. Das hat mich gestört.

Ende 2017 hab ich dann beschlossen einfach selbst einen Blog zu starten und zu probieren wie es läuft. Zu dieser Zeit hatte ich auch gerade meinen Zivildienst begonnen. Ich hatte eine sehr angenehme Stelle, nicht viel zu tun, musste aber trotzdem 40 Stunden in der Woche dort verbringen. Anstatt mich dort nur zu langweilen, hab ich beschlossen die Zeit in die Scooter-Szene zu investieren und die Instagram-Seite sowie den Blog erstellt.

Du hast damit auf jeden Fall eine Lücke gefüllt. Beitreibst du Austronauten alleine?

Also ich hole mir öfters Ratschläge und auch Hilfe bei Fotos & Grafiken von Freunden. Aber im Prinzip mache ich alles alleine. Man lernt dadurch auf jeden Fall viel und mir macht es spaß produktiv zu sein. Falls jemand irgendwas beitragen möchte, egal ob Videos, Artikel, Interviews oder sonstige Ideen bin ich auch offen dafür. Man kann sich jederzeit bei mir melden und wir können das besprechen. 

Respekt, dass du das alles allein aufgebaut hast. Um mal etwas weniger nur über Austronauten zu reden ein paar Fragen über dich. Wie hast du mit dem Scooterfahren begonnen?

Richtig zum Scooterfahren begonnen hab ich 2010. Aber im Skatepark bin ich seit ich 6 Jahre alt bin. Zuerst mit dem Skateboard dann mit den Inlineskates. Ab 2008 haben dann die ersten Leute in meinem Local (die bunte Miniramp) Tricks mit Klappscootern machen sehen. Das waren unterandern Wiener OGs wie Florian Toegel, Lukas Hornik und Dominik Gruber. War schon ziemlich cool denen zuzusehen und ab und zu hab ich mir einen Scooter ausgeborgt und auch selbst probiert die Ramp zu fahren. Etwas später haben auch in meiner Klasse einige Jungs mit den Scooten begonnen. Ich hab mir dann auf einen Flohmarkt einen Klapproller günstig gekauft und wir sind dann zu viert immer vor dem Schwimmuntericht in den Skatepark gegangen. Aber komplett auf den Scooter bin ich erst umgestiegen als mir im Sommer 2010 meine Oma einen Razor UltraPro aus den USA mitgebracht hat. Ich liebte diesen Scooter haha 
Willi in seinem Local 2014

Seit dem dem UltaPro hat sich sehr viel verändert, wie findest du die heutige Szene in Wien? 

Wien ist echt eine nice Stadt für Scooterfahrer. War es eigentlich schon immer, wenn ich an die goldenen Zeiten zurück denke. Damals jeden Nachmittag im Skatepark und immer war was los auf der Konzi, alle haben sich gegenseitig gepusht. Viele Fahrer von damals haben aufgehört, das ist auch ganz normal, aber viele fahren auch heute noch. Es hat sich ein Szene "älterer" Fahrer entwickelt, sind sicher so über 20 Leute. Einige sind auch hergezogen, wie z.B. Tobias Mayer, Luca Strohschein und Frido Ewald. Also es finden sich immer Leute für eine Session. Neben vielen neuen Skateparks gibts auch einige Spots hier in Wien, man muss nur suchen. Die Skateparks sind teilweise voll mit Scooterfahrern und zwar nicht nur mit Snakes sondern auch mit vielen jungen Shreddern. Also die Szene ist echt gut.
Willis aktuellster Videopart.

Wie findest du die Entwicklung generell in der deutschsprachigen Szene?

Ich finde es echt cool wie gut die älteren Fahrer connected sind. Egal wie weit man von einander entfernt Wohnt oder wie lange man sich schon nicht mehr gesehen hat, alle versteh sich gut. Nur schade ist es, dass es kein Event wie KOG gibt, bei dem sich wirklich alle Fahrer der deutschsprachigen Szene treffen können. Dafür wurden in den letzten Jahren immer mehr Videos produziert! Großes Lob da an "Basis" die Jungs aus Berlin haben da echte Meisterwerke produziert und ich glaub damit auch viele andere motiviert selbst Videos zu filmen. Generell fällt mir auf, dass immer mehr Fahrer begreifen, dass sie selbst die Szene mitgestalten können.

Ja jedes Basis-Video ist ein neues Highlight. Was hast du für das kommende Jahr geplant?

Persönlich hab ich vor zu beginnen einen neuen Street-Part zu filmen. Mein Bowl-Video möchte ich unbedingt fertig machen. Und sonst viel für die Uni machen, damit ich ab Frühling viel vereisen und scooterfahren kann. Also mein Ziel ist einfach produktiv zu bleiben! Aja und außerdem sollte bald das neue Video von "Alchemy" veröffentlicht werden, da hab ich auch einige Clips.
Das letzte Alchemy-Video "Microcosm".

Und was planst du für Austronauten?

Ich hab mir in letzter Zeit viele Gedanken gemacht wie ich Austronauten weiterentwickeln will. Was ich beibehalten und was ich ändern mag. Ich will hier jetzt nichts ankündigen, was ich nicht einhalten kann, aber ich hab auf jeden Fall viele Ideen!

Verständlich. Bist du mit der Entwicklung der Seite zufrieden? 

Ja auf jeden Fall! Wie ich das ganze gestartet hab, hab ich nicht einmal von 10.000 Followern geträumt. Ich bin echt glücklich, dass die Seite so gut ankommt und ich denke Austronauten erfüllt auch wirklich den Zweck, die deutschsprachige Szene zu verknüpfen. Ich hoffe der Sommer lässt es zu wieder Events wie den Beerjam oder andere zu veranstalten.

Danke für den Einblick. Irgendwelche abschließenden Worte?

Danke für das Interview, hat sich komisch angefühlt, mal auf der anderen Seite zu sein haha. Und vielen Dank an alle die Austronauten und die deutschsprachige Szene in den letzten Jahren supportet haben!
(Photo by Lukas Rozhon)



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